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Rückblick 2004. Teil 2: B.

Nominated words: Bachelor, Beslan, BHL, Blaine, Blockbuster, Blog, Blutrache, Boulevard der Stars, Bunnyhill, Busenwitwe.
Gut, was nehm´wa ´da? Blog. Was ist denn das^^? Aha, ein “eigenständig publiziertes, durch regelmäßige Eintragungen stets aktualisiertes Online-Tagebuch, dessen Autoren als “Blogger” bezeichnet werden.” Schön, eine gute Erklärung, für alle, die vom Internet bislang verschont geblieben sind und wissen, was so ein Tagebuch darstellen soll. Dann folgt, das stark frequentierte (kann ich ja leider nicht behaupten) für Werbung, Medien und -sogar (!)- Politik von zunehmenden Interesse seien, was man der US-Wahl gesehen hätte. Dort seien nämlich (dreifacher Tusch bitte) auf den Pressetribünen der Parteitage auch Plätze für Blogger reserviert gewesen.
Vielleicht eine neue Entwicklung, aber doch nicht ganz unverständlich, hm? Wer verzichtet schon gern auf kostenlose Berichterstattung/Propaganda?
Das war jetzt -zugegeben- mehr in eigener Sache. Also zurück zum Ernst des Lebens, und einer Sache, die ich echt nicht mitbekommen habe, wobei sie mich auch eher äußerst periphär tangiert hätte, wenn ich sie denn dann mitbekommen hätte. Blaine nämlich. Wtf is Blaine? Im Prinzip ganz einfach. Blaine ist der Name einer “ca. 30cm großen Spielfigur aus Plastik ohne primäres Geschlechtsmerkmal; Muskelmasse, Gesichtsform und Körperbau weisen dennoch eindeutig auf ein männliches Geschlecht hin.” Blaine ist also der neue Lover von Barbie, er hat also, -keine Sorge, das steht im Text- nach 43 Jahren Ken verdrängt. Tragisch, oder? Aber keine Sorge, Ken und Barbie sind weiterhin freundschaftlich verbunden. Warum hat Mattel denn so einen Schritt gemacht? Offizielle Begründung ist, das “jede moderne Frau ihr Leben mit mehr als einem Mann teilen”, faktischer Grund aber eher Geldgier bei Mattel. Auch wenn man vielleicht hinzufügen könnte, das Scheidungskinder so ihre Eltern vielleicht besser verstehen können, wenn es doch auch zwischen Barbie und Ken nach 43 Jahren puren Glückes vorbei ist.
Und was zeichnet Blaine so aus, außer das er blond ist und nicht brunett wie Ken? “Er surft leidenschaftlich gern, ist am liebsten Pizza” und (laut Mattel) erfülle damit alle Attribute eines interssanten Lebenspartners. – Ach ja, surfen müsste man können^^….

Rückblick 2004. Teil 1: A

Das hier ist also der erste Teil der bereits angekündigten Rückblickskritik auf Basis des Rückblickslexikon. Buchstabe A.

Nominated words: Abu Ghraib, Adlon-Affäre, aggro, Anheuser-Busch, Anke Late Night, Arschgeweih, Atocha, aufgestellt, Ausbildungsplatzabgabe & Autobahnraser.
Soweit so gut. Nur was auswählen? Zuerst mal “aufgestellt“. “aufgestellt”? Bitte, was soll denn das? Die Autoren erklären es: “zunehmend sinnwidrig verwendete Partizipform des Verbs “aufstellen”
Ok. Toll, da wären wir ja nicht draufgekommen, dass das Partizip von aufstellen aufgestellt ist, aber es zeigt immerhin sprachliches Fachwissen und passt gut zum “Lexikon-Style”… Aber was für sinnwidrige Verwendungsformen? Es beziehe sich mehr auf einen umgefallenen Gegenstand, sondern auf den qualitativen Zustand eines Kollektivs. Dann folgt ein Beispiel: “Das ICE- Bordbistro ist personell schlecht a.” Prima! Immer schön auf die Bahn schieben, die habens verdient mit dem Service bei den Preisen. Aber mal im ernst, SZ-Magazin, ist das nicht eher Niveau einer gewissen bekannten deutschen Boulevardzeitung? Na ja, immerhin tretet ihr nicht weiter drauf, sondern fahrt in Sachen Wortbedeutungshistorie, also muss ich hier selber lästern: Das ist doch nichts neues, das Restaurantpersonal bei den hoppligen Gleisen wiederhinfällt. Und wenn erst mal alle liegen, wer soll die denn dann wieder hinstellen? Der Schaffner -ach quatsch, sorry das war jetzt nicht so up2date- der Zugbegleiter? Nee, der muss ja die Fahrkarten hin und wieder doch mal sporadisch durchgucken und schwarzfahrende Punks “zusammenscheißen”. Aber egal, welchen deutschen Großkonzern erwartet man denn noch, wenn schon die Bahn erwähnt wurde? Die Telekom/t-com. Die kommt nicht vor, sorry. Und dann, als nächstes Unternehmen? Daimler Chrysler oder “Den Daimler”, wie mein schwäbischer Vater sagen würde. Richtig. Die haben nämlich wohl Anfang 2004 doppelseitige Anzeigen geschaltet gehabt, Text: “Als ein führendes Automobilunternehmen sind wir bestens aufgestellt”. Klar, das hat man ja an der A-Klasse gesehen….^^ Der war nicht gut? Tut mir Leid, aber werdet bitte nicht aggro, ja?

Und wenn, dann lasst die “Aggrozionen” bitte unter Comments raus…
Noch was: Teile des Lexikons kann man lesen (auch wenn man das Printoriginal nicht besitzt) in dem man sich beim SZ-Magazin für den Leserzirkel anmeldet. \r\nAußerdem: Auch hier für den blog kann man sich unter “register” anmelden. Was aber nicht heisst, das man dann gleich schreiben oder gar “publishen” dürfte… das entscheide immer noch ich.

Einen guten Rutsch…

… ins neue Jahr wünsche ich euch allen!!!

In ein paar Stunden ist 2004 -endlich- vorbei. Lange kann es ja gar nicht mehr dauern, da eben ja bereits “Dinner For One” gelaufen ist. Also, Leute, guten Rutsch, sauft nicht so viel, oder so zu viel, damit 2005 nicht gleich mit einem ordentlichen Kater beginnt.
Guten Rutsch!

Musik: Granufunk

Zugegeben, ich habe granufunk“experimentelle elektronik, variierende tempi, gelegentlich naturklangkörper”, so beschrieben auf der eigenen Webseite – nicht selbst entdeckt, sondern mehr durch Zufall hier gefunden, und mir erstmal das Weihnachtsalbum 2004, “Freude durch Artefakte” heruntergeladen (natürlich legal). Nach dreifachem Hören muss ich sagen: Sehr gute Elektronik, abwechslungsreiche aber doch zusammenhängende Sounds, ruhige Beats, mit Vokalfragmenten schön unterlegt. Hereinhören lohnt sich also auf jeden Fall, vor allem wenn einem ruhige Elektronik gefällt, kann man daran gut Gefallen finden, auch wenn Weihnachten ja schon vorbei ist…’

2004…

2004 neigt sich dem Ende zu, man merkt es unter anderem daran, das man mit Rückblicken überflutet wird. Und das, obwohl das Jahr noch gar nicht ganz vorbei ist! Deshalb werde ich hier auch erstmal keinen Rückblick bringen, schaltet einfach den Fernseher an, vielleicht kommen ja noch welche.

Ich werde eher eine Rückblickskritik machen und zwar vom “Lexikon” des SZ-Magazins. Das ist mir nämlich heute in den Briefkasten geflattert und ist herrlich alphatbetisch geordnet. Ab dem 1.1.2005 -also in der Zeit, in der der dusslige Durchschnittsdeutsche noch dazu neigt, beim Datum noch ein falsches Jahr hinzuschmieren- , werde ich jeden Tag Beiträge zu einem Buchstaben behandeln, das heisst, ich hab, da x & y fehlen, immerhin für bis zu 24 Tage Material zum schreiben :).

Wellen

Great Wave

(Foto: (CC) pizzodisevo)

—Wellen. Da kommen doch normalerweise positive Assoziationen. In diesem, speziellen Fall allerdings kaum.

Bild titelte: “Killerwelle“. Das ist quatsch, denn es unterstellt der Welle eine negative Absicht. Nehmen wir also “Tsunami “, japanisch für (ungefähr) “Große Welle im Hafen”, es beschreibt auch das Phänomen recht gut: Erst kurz vorm Ufer, bei geringerer Meerestiefe türmt sich die Welle enorm auf. —

So viel zur Begrifflichkeit. Doch die Fakten, die der Tsunami, entstanden durch ein Seebeben von 8.x auf der Richterskala, geschaffen hat, sind ernüchternd. Weit über 90.000 Tote. Herzliches Beileid den Hinterbliebenen der Opfer und vor allem denen, die zunächst mit der Zerstörung leben müssen, oder versuchen müssen, das alles wieder aufzubauen.